Trinkwasser

Gewinnung von Trinkwasser in Oberfranken

RUND UM’S WASSER

Lebensmittel Trinkwasser

„Wasser: Grundlage allen Lebens“ oder: „Wasser ist Leben“. Es gibt viele Aussagen über die Bedeutung des Wassers. Fest steht: Ohne Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde.

Die Erde besitzt ein riesiges Reservoir an Wasser, das ungefähr zwei Drittel der Erdoberfläche bedeckt. Aber lediglich drei Prozent stehen als Trinkwasser zur Verfügung. Und: Rund 1,2 Milliarden Menschen verfügen v. a. in Entwicklungsländern über keinen vernünftigen Zugang zu Trinkwasser.

In Deutschland ist die Wasserversorgung kommunal geprägt.
Über 6.000 Wasserversorgungsunternehmen, von kleinen Gemeindewerken bis hin zu überregionalen tätigen Stadtwerken, sorgen für sauberes und gutes Trinkwasser. Allein in Bayern sind ca. 2.400 Wasserversorger tätig.

Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Oberfranken

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Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer wichtigsten Lebensressource, dem Trinkwasser, ist eine Aufgabe, die uns alle angeht. Die Regierung von Oberfranken hat die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ – Trinkwasser für Oberfranken ins Leben gerufen, um neue Wege für eine nachhaltige Wasserversorgung zu entwickeln und die Bürger über ihr Trinkwasser zu informieren.
Weitere Hintergrundinformationen rund um die Themenbereiche „Grundwasserschutz und Trinkwasserversorgung“ sowie zu den aktuellen Entwicklungen der Aktion Grundwasserschutz finden Sie auf der Internetseite www.grundwasserschutz-oberfranken.de.

Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Durch entsprechende wassersparende Armaturen, durch neue Techniken und Verfahren  in Industrie und Gewerbe und durch ein verändertes Umweltbewusstsein sinkt die Abgabemenge der Versorger. Auf Grund der Tatsache, dass ca. 80% der Kosten fix, d.h. mengenunabhängig sind, kommt beim Verbraucher der (mengenmäßige) Einsparungseffekt leider nicht auch beim Geldbeutel an, da die anfallenden Kosten nun auf eine kleinere Wasserabgabemenge verteilt werden muss.

Entwicklung des pro Kopf Wasserverbrauchs von 1990 bis 2014 der FWO

Wasserverbrauch pro Kopf Deutschland 1990 bis 2014 Fernwasserversorgung Oberfranken
Vor diesem Hintergrund bemühen sich die Versorgungsunternehmen, die Kosten weiter zu reduzieren, wenn es sinnvoll ist und wo möglich. Ein Beispiel für das bewusste Wirtschaften der Unternehmen ist die Tatsache, dass die Preisentwicklung für Wasser unterhalb der Inflationsrate in Deutschland bleibt (vgl. Grafik).

Trinkwasser Preisveränderung der FWO seit 2005

 

Die Talsperre Mauthaus – Ködeltalsperre

Ca. 80% des von der Fernwasserversorgung Oberfranken verteilten Trinkwassers kommt ursprünglich von der Talsperre Mauthaus, besser bekannt als Ködeltalsperre. Das Talsperrenwasser, sog. Rohwasser, wird in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Rieblich der FWO aufbereitet und von dort in verschiedene Fernwasserleitungen in Richtung Frankenwald, Hof, Bayreuth, Bamberg und Coburg gepumpt. Die FWO kann jährlich bis zu 12,6 Mio. m³ Rohwasser vom Freistaat Bayern beziehen.

WFW, Kulmbach

Um den Wasserbedarf in Oberfranken zu decken und um ein weiteres Standbein neben der Talsperre zu haben wurde Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrtausends der Verbund mit dem Zweckverband „Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum“ (WFW), Nürnberg, realisiert. Eine Fernleitung von Hüttendorf bei Erlangen bis Bamberg verbindet seit 1998 die beiden Zweckverbände. Der WFW transportiert für den gesamten nordbayerischen Raum Trinkwasser aus dem Donau-/Lech-Mündungsgebiet bei Genderkingen. Pro Jahr kann die FWO bis zu 3,2 Mio. m³ Trinkwasser beziehen; dieses Wasser wird von der FWO ausschließlich im Bereich Bamberg und Stegaurach (Auracher Gruppe) verteilt.

Anfang 2005 kam das dritte Standbein der FWO hinzu: Im Pump- und Übergabewerk See, Gemeinde Neuenmarkt im Landkreis Kulmbach, erhält die FWO bis zu 1,0 Mio. m²/Jahr von den Stadtwerken Kulmbach. Diese leiten ihr im Quellgebiet Perlenbachthal bei Marktschorgast gefördertes Wasser nach Kulmbach.

Bedarfsprognose für Wasserverbrauch FWO

Ein beliebtes Ausflugsziel

Aufgrund seiner attraktiven Lage – mit der herrlichen Naturlandschaft des Frankenwaldes als Kulisse – ist es kein Wunder, dass der Stausee der Ködeltalsperre inzwischen zu einem überaus beliebten Naherholungsziel geworden ist. Nicht zuletzt der 11 Kimlometer lange asphaltierte Rundweg macht den See zu einem perfekten Ort zum Radfahren, Inlineskaten oder für Spaziergänge mit Kinderwagen.

Wollen auch Sie diese wunderschöne Landschaft genießen? Dann machen Sie doch mal einen Ausflug zur Ködeltalsperre! Oder wollen Sie sich unsere Arbeit genauer ansehen? Wir bieten auch Führungen durch unser Wasserwerk an: Besucher Führungen

Ködeltalsperre Trinkwasser-Gewinnung Fernwasserversorgung Oberfranken